Glockenweihe in Arberg

am 10.06.2012 durch H. H. Bischof Gregor Maria Hanke

 

Einen glanzvollen Festtag erlebte die Pfarrgemeinde Arberg am So. dem 10. Juni anlässlich der Weihe ihrer 4 neuen Glocken durch Bischof Gregor Maria Hanke höchstpersönlich. Es schien, als hätte der Hl. Pfarrpatron St. Blasius mit seinen beiden gekreuzten Kerzen allen Regen von Arberg abgehalten. (Während es rings um Arberg herum immer wieder regnete, blieb das Glockenweihfest davon völlig verschont!)

Viele fleißige Helferinnen und Helfer bereiteten dem Bischof zu seinem 1. Besuch in Arberg ein geradezu "triumphales" Willkommen. Viele Hundert Gläubige, sehr viel Kinder und Jugendliche, auswärtige Gäste und zahlreiche politische Festgäste erwarteten den Bischof vor dem Rathaus. Unter den Klängen der Blaskapelle wurde der Bischof zum Gabriel von Eyb-Brunnen geleitet. Bischof von Eyb wurde in Arberg geboren, was der Bürgermeister Jürgen Nägelein in seiner Begrüßung herausstellte. "Wenn wir heute wieder bischöflichen Besuch in Arberg willkommen heißen dürfen, zeichnet dies die ganze Marktgemeinde aus", so der Bürgermeister! Ein von Pfr. Pasel selbst geschriebenes Gedicht des Willkommens trug der Ministrant Julian Roth fehlerfrei und mit bester Betonung vor. Er erinnerte in seinem Gedicht auch an den Kräuterpfarrer Heumann, der aus Arberg stammte: "Auch er ist von hier, der vielen Menschen half mit seinem Kräuterelexier!", so der Ministrant. Damit auch dem Bischof geholfen werde, wenn er mal an Halsweh leide, überreichten ihm die Ministranten einen Becher, auf dem der Kirchturm Arbergs und die 4 neuen Glocken zu sehen sind und eine Packung "Heumann-Tee". Auch ein Glas mit Honig, aus der Imkerei des Kirchenpflegers Stefan Luff, überreichten ihm die anderen Ministranten; worüber sich der Bischof sehr freute. Die Kinder des örtlichen Kindergartens erfreuten ihn mit einem Willkommensgruß - jedes Kind überreichte dem Bischof eine Blume.

Anschließend zog ein "großer" Festzug hinauf zur St. Blasiuskirche; angeführt von der Arberger Blaskapelle, allen Vereinen und Fahnenabordnungen, den Ehrengästen und zahlreichen Gläubigen! Es dauerte lange, bis sich dieser große Kirchenzug im Gotteshaus einfand. Eigens angereist waren auch einige kath. Studentenverbindungen des CV (Cartellverbands); die Tuiskonia aus München; die Palatina aus Amberg; die Franco-Raetia aus Würzburg und sogar die Churtrier aus Trier! (Diese Verbindungen, in denen Ortspfr. Pasel selbst Mitglied ist, hatten zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum im vergangenen Jahr durch ihre Spenden dazu beigetragen, dass die größte Glocke, die sog. Christusglocke davon bezahlt werden konnte!) Aus Dankbarkeit ließ die Kirchenverwaltung die Zirkel dieser Verbindungen an den Aufhängungen der großen Glocke anbringen!

Zum festlichen Gottesdienst mit dem Bischof waren mehr als 700 Besucher gekommen; die Kirche war brechend voll. Mit dem Bischof feierten den Gottesdienst Pfr. Peter Wenzel, Herrieden; die Pfr. i. Ruhestand Franz Starringer, Ornbau und Herbert Limbacher, Augsburg u. Ortspfr. Reinhard Pasel.

Gestaltet vom Kirchenchor, der Blaskapelle und H. Heinz Horst an der Orgel erlebten die Besucher einen festlichen Gottesdienst, dem auch diese Ehrengäste beiwohnten: Frau Dr. Charlotte Knobloch, der neue Landrat des Landkreises Ansbach, Herr Dr. Jürgen Ludwig, der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel, Herrieden, zahlreiche Landkreisabgeordnete und Kommunalpolitiker der Region, sowie der Arberger Gemeinderat mit dem 1. Bürgermeister!

In seiner eindrucksvollen Predigt ging der Bischof auf die Geschichte der Glocken ein; auf die sakrale Bedeutung, die sie immer hatten und haben! Er erinnerte daran, dass man früher beim Läuten des Angelus oder beim Vernehmen der Glocken zur Hl. Wandlung "inne hielt", sich hinkniete und betete!

Der Bischof wünschte der Gemeinde, dass die "neuen" Glocken auch innerlich die Herzen zu Gott und zum Glauben neu entzünden mögen; dass dieses Fest auch Eingang fände in die Herzen vor allem der jungen Menschen!

Später schrieb der Bischof in das "Goldene Buch" der Gemeinde: "Möge der Ruf der Glocken frohe Aufnahme finden und die Herzen der Menschen zu Gott erheben. Mögen die Glocken Künder der Freiheit des Menschen bleiben!"

Nach dem festlichen Gottesdienst zogen alle Fahnen- und Vereinsabordnungen, mit den Erstkommunionkindern, den Studentenverbindungen und allen Gläubigen zur feierlichen Glockenweihe vor das Pfarrheim, vor dem die 4 neuen Glocken und das alte, restaurierte Evangelistenglöckchen aus dem 14. Jahrhundert an prachtvoll geschmückten Gerüsten hingen. Vor den Glocken hatten viele Helferinnen und Helfer einen 9 Meter (neun!) langen Blumenteppich gelegt, der Symbole der einzelnen Glocken zeigte; für die große Christusglocke (Durchmesser 1,45 Meter - Gewicht: 1912 kg) das Christuszeichen "I H S" - für die Marienglocke (Durchmesser, 1,13 Meter - Gewicht 943 kg) das "M" (Marienzeichen) - für die Blasiusglocke (Durchmesser 0,94 Meter - Gewicht 533 kg) die beiden gekreuzten Kerzen - für die Johannes- Evangelisten-Glocke (Durchmesser 0,85 Meter - Gewicht 433 kg) das "Evangelienbuch" und für die kleine Evangelistenglocke aus dem 14. Jahrhundert, die restauriert wurde (Durchmesser 0,49 Meter - Gewicht 83 kg) ein kleines Kreuz!

Bischof Hanke war von dem großen Blumenteppich sehr angetan und lobte alle, die dieses "Kunstwerk" gelegt haben. Schließlich segnete er die Glocken mit Weihwasser, beräucherte sie und salbte sie an 4 Stellen jeweils mit Chrisamöl in Kreuzesform. Mit dem "Anschlagen" der neuen Glocken durch den Glockensachverständigen Herrn Thomas Winkelbauer, drang der ungewöhnlich schöne Klang der Glocken von der Anhöhe des Pfarrheimes ins Tal. Die einzelnen Klänge dieser Glocken ergeben die Anfangsmelodie des "Salve-Regina" - deshalb erhielt dieses Geläute auch diesen Namen.

Die Erstkommiunionkinder - es waren heuer genau 11! wie die 11 Buchstaben des Namens "Salve-Regina" trugen die blumengeschmückten Buchstaben für den Namen des neuen Geläutes in ihren Händen!

Nach der feierlichen Weihe fand in der Mehrzweckhalle das Glockenfest seine Fortsetzung. Die CV Verbindungen überreichten dem Bischof als Dank Geschenke aus ihren Studienorten. Die Studenten aus Trier schenkten 2 Flaschen Moselwein - eine Spezialabfüllung zur Hl. Rockwallfahrt, die Studenten aus Würzburg überreichten "Frankenwein", die Studenten aus München "Kolping-Bier" und die Studenten aus Amberg eine "Bischofstorte", die wie ein Glocke aussah, hergestellt von der Bäckerei Sippl, Denkendorf!

Die Studenten erfreuten den Bischof auch mit einzelnen Liedern aus dem allgemeinen deutschen Kommersbuch.

Grußworte sprachen Kirchenpfleger Stefan Luff, Bürgermeister Nägelein und der Philistersenior der Tuiskonia aus München, Gerhard Schmidt!

Nach ausgiebigem Mittagessen und der großen Kaffeetafel klang das Fest am Abend mit der Dankandacht aus! Ein solch "glanzvolles" Fest wird sicher in guter Erinnerung bleiben!

Den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die bis zur Erschöpfung gearbeitet, das Fest vorbereitet und durchgeführt haben, sei von Seiten der Pfarrgemeinde sehr herzlich und mit größter Wertschätzung gedankt!

Bei der Dankandacht wurde dieser Dank bereits hinreichend ausgesprochen, stellvertretend für alle sei auch dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, H. Josef Kiener gedankt, bei dem alle Fäden zusammenliefen und der mit allen seinen Helferinnen und Helfern uns ein glänzend organisiertes und durchgeführtes Fest bereitete. Auf ihn und alle anderen, die mitgeholfen haben, eingeschlossen seien auch die Mesner und Ministranten dürfen wir mit Recht "stolz" sein, wie auch auf unsere neuen Glocken!

 

Pfr. R. Pasel